
Case Study Center, for Modular Construction

Wie lassen sich Forschen, Arbeiten und Wohnen unter einer Tragstruktur vereinen? Der Entwurf beschäftigt sich mit einer modularen Konstruktion, die unterschiedliche Nutzungen und Qualitäten ermöglicht. Das geplante „Case Study Center for Modular Construction“ entsteht am südlichen Stadtrand von Münsingen nahe der USM-Firmenzentrale. In Zeiten ökologischer und ökonomischer Herausforderungen wird ein zukunftsweisendes Gebäude entwickelt, das alternative Materialien, kreislauffähige Konstruktionen und modulare Systeme kombiniert.
Zentrales Element sind sechs Holzstützen aus jeweils acht Massivholzwänden. Diese dienen nicht nur der Tragstruktur, sondern auch der Erschließung und Leitungsführung. Auf ihnen liegt eine Fachwerkträgerkonstruktion, von der Decken mit Stahlseilen abgehängt werden.
Im Erdgeschoss entsteht ein flexibel nutzbarer Raum für Café, Ausstellung und Auditorium, der sich durch einen Rücksprung in den Außenraum erweitert. Das 1. Obergeschoss beherbergt eine 1.800 m² große, stützenfreie Werkhalle, umgeben von Lagern, Laboren und Modellbau. Im 2. Obergeschoss liegen Büros, Ateliers und Besprechungsräume, alle frei unterteilbar. In den Gebäudeecken befinden sich gemeinschaftliche Räume.
Oberhalb der Trägerkonstruktion gliedern Holzmassivwände den Wohnbereich. So gibt es immer eine Spange mit der gleichen Breite wie der Abstand der Wände der Stützen. In dieser Spange werden Eingangsbereiche und Bäder untergebracht, während dazwischen verschiedene Wohntypen entstehen. Eingehängte Dachgärten zwischen den Trägern bringen Licht in die Halle und schaffen vielfältig nutzbare Freiflächen.
Bekleidet wird der Holzbau mit grünem Trapezblech, das geschlossene Fassaden und Dachflächen umhüllt und dem Gebäude ein einheitliches Erscheinungsbild verleiht.









