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Barrierefreie und altengerechte Wohnform, Living-Lab für Assistenzrobotik als unterstützendes Element in der häuslichenUmgebung – Karlsruhe Waldstadt Marie Sartorius

Die folgende Arbeit befasst sich mit der Thematik altengerechten, durch technische HIlfsmittel unterstützten Wohnens mit dem Fokus auf Assistenzrobotik. Das Living-Lab als Wohnumgebung von Senioren soll das Zusammenleben mit Assistenzrobotern als Alltagshelfer erforschen. Hierdurch soll in Zukunft das selbstbestimmte, eigenständige und sichere Wohnen bis ins hohe Alter ermöglicht werden und gleichzeitig sollen Pflegekräfte entlastet werden. Der Wohnbau soll flexibel in der Barrierefreiheit sein, um Raum für eine Vielzahl unterschiedlicher Pflege- und Wohnszenarien zu bieten.

Beim Entwickeln der Wohntypologie wurden sowohl Nutzerprofile, die DIN 18040-2 als auch Entwurfs- und Konstruktionsprinzipien berücksichtigt, welche aus den Erkenntnissen der vorangegangenen wissenschaftlichen Ausarbeitung entwickelt wurden. Für eine Umgebung, in welcher sich neben den Bewohnern ebenfalls Assistenzroboter barrierefrei bewegen und ihre Aufgaben ohne Einschränkung ausführen können, wurden die Grundrisse zusätzlich mit einem Bewegungsablaufmodell überlagert.
Aus allen Wohnanalysen hat sich eine Grundrissstruktur entwickelt, welche alle Anforderungen in einer Wohnraumtypologie zusammenfasst. Ein Raster von 2,25 x 5,00m wird den Abstandsflächen aller Grundrisskonfigurationen gerecht.

Bei der Konstruktion wurde auf eine kurze Bauzeit sowie Nachhaltigkeit geachtet. Aus diesem Grund wurde eine Holz-Hybridbauweise entwickelt, welche sich auf eine Bauweise mit sehr hohem Vorfertigungsgrad beschränkt. Die Module der Decken, Träger, Stützen und Fassadenelemente können in wenigen Tagen auf der Baustelle zusammengesetzt werden.
Die Installationsführung verläuft innerhalb der abgehängten Decken und einem Doppelboden. Der hohe Bodenaufbau gewährleistet darüber hinaus sowohl bodentiefe Fenster als auch Duschen, ohne notwendige Deckenversprünge.

Die Fassadengestaltung wurde auf die Funktion der einzelnen Gebäude abgestimmt. Die privaten Wohnriegel besitzen Satteldächer, welche jeweils einen Grundrissversprung zusammenfassen. Die Gebäude mit den Gemeinschafts- und Büroflächen besitzen ein Flachdach. Beide sind durch eine Schläuse miteinander Verbunden.

Beispiel Bewegungsablaufmodell
Basisgrundriss
Konstruktion
Lageplan
Erdgeschoss
Regelgeschoss
Ansicht Individualbereiche
Ansicht Gemeinschaftsbereiche
Wohnzugänge
Vorplatz hausgemeinschaftlicher Nutzungsbereiche
Gemeinschaftsgarten
Kontakt
Marie Sartorius http://www.marys-blog.de/-projekte.html
Prüfungskommission

Erstprüfer*in

Prof. Dr. Petra von BothProfessur Building Lifecycle Management

Zweitprüfer*in

Prof. Dr. Rosemarie WagnerProfessur Bautechnologie
Einstelldatum
Professuren/Lehrgebiet
Typologie
Auszeichnung ***
Land
Deutschland
Stadt
Karlsruhe