
comPost society, BLUE BANANA 010

Der Entwurf der comPost society ordnet Produktion und Wohnen neu. Im Hafen von Rotterdam wird eine bestehende Industriehalle zum Ausgangspunkt eines zirkulären Systems, das Arbeit, Alltag und Natur miteinander verknüpft. Die Halle bleibt in ihrer Struktur erhalten und beherbergt die Produktion im Erdgeschoss. Organische Abfälle aus der Nachbarschaft werden gesammelt, verarbeitet und in Milchsäure umgewandelt, die als Basis für biologisch abbaubare Kunststoffe dient. Dabei entsteht ein nährstoffreicher Rückstand, der im System weitergeführt wird.
Ein Paternoster transportiert das Nebenprodukt bis auf das Dach. Dort entsteht ein gemeinschaftlich genutzter Dachgarten, der als Pufferzone zwischen der Produktion unten und den Wohnräumen darüber fungiert. Hier wird der Rückstand als Dünger eingesetzt und der Kreislauf wird räumlich spürbar.
Die Wohnräume bestehen aus modularen Holzwürfeln. Sie orientieren sich zum Wasser, während die Rückseite einen Schutz vor Straße und Anlieferung bietet.
Die Tragstruktur der alten Halle bestimmt die Zonierung des Gartens. Erschließung und offene Flächen wechseln sich ab mit Bereichen für Anbau, Bewegung oder gemeinschaftliche Aktivitäten.
Die comPost society ist ein Prototyp für eine Stadt, die ihre Ressourcen vor Ort hält, Kreisläufe schließt und neue Formen des Zusammenlebens entwickelt. Ein Ort, an dem Produktion, Wohnen und Natur im Gleichgewicht stehen.









