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euphoria : forum europaeum berlin Chris Soltysiak

Angesichts zunehmender Herausforderungen stehen Europa schwierige Zeiten bevor und das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich: Themen wie die Flüchtlingskrise, der Brexit, der Rückgang des Vertrauens in europäische Institutionen, die Zunahme der Missachtung europäischer Regeln durch EU-Staaten und immer stärker werdende rechtspopulistische Parteien führen zu einer Spaltung der Nationen und verhindern bis zerstören die Idee eines vereinten Europas. Auf der anderen Seite steht Europa auch global vor wichtigen Herausforderungen – von ökonomischen Interessen geleiteten Angriffen aus China, Russland und den Vereinigten Staaten stehen wir beinahe hilflos gegenüber, da ein europäischer Konsens selten zu erreichen ist.

In ökologischen Fragen wie der Bekämpfung des Klimawandels will die Union die Staatengemeinschaft voranbringen, scheitert jedoch immer wieder an internen Querelen. Totalitäre Regime gewinnen weltweit an Einfluss. Ein starkes atlantisches Bündnis zwischen Europa und den Vereinigten Staaten, welches die Demokratie auf der Welt fördert, ist erodiert.

All diese Herausforderungen können nur gemeinsam als eine starke Union bestritten werden und es ist der Bedarf da, diese Union durch neue Ideen und Narrative zu stärken. Dem Rückgang der Akzeptanz und des Vertrauens in Europäische Institutionen soll etwas entgegengesetzt werden. Hierbei soll für mich der Fokus auf den Einwohnern der Europäischen Union liegen. Das Erstarken rechtspopulistischer Parteien liegt auch in der Tatsache begründet, dass die großartigen Ideen, die zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft geführt haben, in Vergessenheit geraten sind. Die Überwindung jahrhunderterlanger feindseliger Auseinandersetzungen zwischen den Staaten Europas muss wieder als große Errungenschaft transportiert werden. Die Europäische Union sollte nicht als bloße bürokratische Institution wahrgenommen werden, sondern als weltweite Bastion gegen Krieg, Totalitarismus und Isolationismus.

In Zeiten der mit der Digitalisierung einhergehenden Anonymisierung bedarf es neuer Orte der Begegnung um Demokratie zu leben und für Austausch, Vernetzung, politisches Engagement, Lösungen, Zufriedenheit, Gemeinschaft, Diskussion und Zusammenhalt zu sorgen.

In meiner Masterarbeit möchte ich mir die Frage stellen wie Architektur diese Idee stärken und verankern kann. Welche Räume braucht diese? Welche Funktionen?  Wie sieht diese Architektur aus? Braucht sie eine Lokalisierung und wenn ja, wo? Und wie können die Werte einer Union in Architektur repräsentiert werden?

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