
Research Comb, Case Study Center For Modular Construction

Mein Konzept war es, strukturelle Einheiten zu entwickeln, die sich additiv erweitern lassen. Die Reaktivität der Struktur sollte auch vom Blick von oben ablesbar und signifikant sein.
Das ländlich geprägte Entwurfsgebiet inspirierte mich, natürliche Module zu untersuchen. Ein Sechseck, wie bei einer Bienenwabe, lässt sich an jeder Kante flexibel ergänzen oder reduzieren. Das wabenförmige Forschungszentrum bildet das Pendant zum bestehenden USM-Areal. Es nutzt nicht das gesamte Entwurfsgebiet, sondern fügt sich so ein, dass die Umgebung weiterhin genutzt werden kann.
Das Raumprogramm ist fließend durch die Struktur organisiert. Im Zentrum steht die Forschung, umgeben von Ausstellen und Wohnen. Letzteres bildet den oberen Abschluss des Gebäudes und öffnet einen großen Dachgarten der mitwachsen, oder schrumpfen kann abhängig vom Bedarf der darunterliegenden Forschungsbereiche.
Die Raumaufteilung entwickelte sich entlang eines festgelegten dreieckigen Rasters, welches sich auch in der Tragstruktur zeigt und sich ebenfalls in der Struktur der Pergola sichtbar fortsetzt.
Das Gebäude besteht aus einem Holzskelettbau mit durchlaufenden Stützen und sechs Hauptträgern, die in der Mitte auf einer zentralen Stütze zusammentreffen. Die Unterkonstruktion für die Deckenplatten spannt in Dreiecken zwischen den Trägern und zeichnet so das Raster auch in der Deckenebene ab.
Die Fassade ist als Pfosten-Riegel-Konstruktion ausgeführt und unterstützt die modulare Idee des „leichten“ Ergänzen bzw. Reduzieren von Strukturen. Grüne umlaufende Bänder spielen optisch mit der polygonalen Form des Gebäudes und betonen durch ihre Farbigkeit die Eingliederung in das ländliche Umfeld.






