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Städtische Bühnen Frankfurt, Prototyp für Performative Architektur Julius Grün

Die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt steht zur Debatte. Spätestens seit der 2013 in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Theater-Doppelanlage stellt sich die Frage zum Umgang mit dem Bestand des Gebäudekomplexes, welcher eng verknüpft ist mit den beiden ansässigen Kulturinstitutionen, der Oper und dem Schauspiel. Der öffentliche Diskurs bringt zudem Aspekte zum Vorschein, die über die Architektur als solche hinausgehen. So werden die Städtischen Bühnen nicht nur typologisch als Objekt und Raum betrachtet, sondern haben darüber hinaus eine soziopolitisch-reflexive Wirkung im Prozess.

Um die Städtischen Bühnen Frankfurt öffentlicher zu gestalten und neue Möglichkeiten des Austauschs anzubieten wird das Gebäude im Straßengeschoss größtmöglich zugänglich gemacht. Dazu werden nicht-tragende Bauteile entfernt. Übrig bleiben strukturellen und infrastrukturellen Elemente welche den Raum definieren und durch theatrale architektonische Elemente situativ ergänzt werden. Hinzu gibt es Erweiterungsbedarf, um weitere Handlungsspielräume am Ort zu gewinnen. Der neue Zwergturm baut sich aus sechs aufeinander gestapelten Industriehallen auf. Die Südfassade des Turms lässt sich über Falttore, welche gleichzeitig als Sonnenschutz dienen, öffnen und ermöglicht flexibele Nutzungen im Inneren. Ein Billboard dient zur Kommunikation mit der Stadt und bildet den Abschluss des Turms.

Der Entwurf stellt ein Weiterdenken der architektonischen Potentiale am Ort vor und impliziert neue gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei wird das Maßnehmen zu einem wechselseitigen proportion- und formverleihenden Prozess, der aus der Situation heraus mehrdeutige Lesarten des Ortes herstellt und sich vom Tabula-Rasa-Denken löst.

Bibliothek
Café
Spiel und Spaß
Werken
Straße Grundriss
Längsschnitt
Querschnitt
Bildunterschrift…

Die Halle des alten Schlachthofes bekommt durch einen Laufsteg einen Ausdruck der Präsentation im Stadtraum – dieser läuft über den Werkhof hinaus und liefert auch so Überschneidungen in der Funktion.

Schwarzplan des Areals
Axonometrie des 3. Stocks

Masterabsolvent Julius Grün wurde für seine Arbeit für den Förderpreis der Ruth und Erich Rossmann-Stiftung und den Schelling Studienpreis nominiert.

Kontakt
Julius Grün http://www.open.arch.kit.edu
Lehrformat:
Abschlussarbeit
Betreut durch
Prof. Marc FrohnProfessur Raum und Entwerfen Prof. Dr. Joaquín Medina WarmburgProfessur Bau- und Architekturgeschichte
Einstelldatum
Typologie
Land
Deutschland
Stadt
Frankfurt/Main