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Urban Puzzle – Studentischer Ideenwettbewerb, Studentischer Ideenwettbewerb Diverse Autor*innen

Vor dem Hintergrund des stetig urbanen Wachstums sieht sich Berlin unter anderem mit einer erhöhten Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum konfrontiert. Neben der Nachverdichtung von Innenstadtlagen und Großwohnsiedlungen, rücken zunehmend auch periphere Siedlungsbereiche in den planerischen Fokus, welche durch überholte suburbane Bautypologien, eine geringe Dichte, einen erhöhten Individualverkehr und einen hohen Flächenverbrauch geprägt sind. Die zukünftige Stadtentwicklung sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, eine nachhaltige, flächensparende und urbane Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten an den Rändern der Stadt zu schaffen, die wiederum eine angemessene Dichte sowie geeignete Bautypologien im Vergleich zur angrenzenden Agrar- und Naturfläche aufweisen. Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH beabsichtigt zu diesem Zweck die Durchführung eines studentischen Ideenwettbewerbs zum Thema „nachhaltige und qualitätsvolle Stadterweiterung im Nordosten Berlins. Im Mittelpunkt steht dabei die exemplarische Entwicklung urbaner, lebendiger und nachhaltiger Wohnquartiere für derzeit unbebaute und landwirtschaftlich genutzte Flächen im Berliner Nordostraum mit den Ortsteilen Heinersdorf, Blankenburg, Karow und Buch sowie den angrenzenden Bereichen der Barnim Hochfläche.

Lageplan (Janine Arnold & Marlene Gehrmann)

Berlin ist geprägt von einem dichten Nebeneinander von Wohnen, Gewerbe, Produktion und sozialen Infrastrukturen. Diese Qualit ten einer Stadt der kurze Wege, bieten ein großes Potential für die Entwicklung qualitätsvoller, lebendiger und nachhaltiger Quartiere in den Randlagen der Großstadt.

Die Weiterentwicklung des klassischen Blockrandes ermöglicht eine zukunftsorientierte und offene Struktur mit einer angemessen urbanen Dichte. Gleichzeitig bildet er die Grundlage für eine vielfältige Mischung an Nutzern und Gebäudetypologien und fördert das gemeinschaftliche Miteinander.

Durch variable und anpassungsfähige Gebäudetypologie können einzelne Blockstrukturen flexibel und sensibel auf bereits existierende Strukturen reagieren und den Kontext so in das neue Quartier mit einbeziehen.

Zentrale Gemeinschaftsstrukturen in Form von Quartiersplätzen, sozialen Einrichtungen, attraktiven Grünverbindungen und nachbarschaftlich genutzten Plätzen fördern das Zusammenleben und schaffen mehr Lebensqualität für alle Bewohner.

Musterstück Kontext Nord und Sued (Janine Arnold & Marlene Gehrmann)
Atmosphäre Boulevard (Anna Paasche & Andrea Santos)

“Along the Green Way” ist unser Vorschlag für einen modularen Masterplan mit einem urbanen, lebendigen und nachhaltigen Leitbild.

Alle Baufelder haben eine hohe Nutzungsdurchmischung, um eine schnelle Erreichbarkeit im Quartier zB. zu bestimmten Dienstleistungen zu gewährleisten. Dadurch verfügen sie auch über eine Selbständigkeit die eine andere Puzzelung, bei der Übertragung des Masterplans, zulässt.

Neben einem großen Angebot an Grünflächen ist in diesem Quartier auch ein

großflächiger Boulevard geplant. Er erstreckt sich von der S-Bahn Haltestelle im Westen bis zum südlichen Rand des Gebiets, wo er die großstädtische südliche Umgebung mit einbezieht. An ihm konzentriert sich der Einzelhandel,

der durch die Vor- und Rücksprünge der sogenannten Pixelgebäude eine attraktive

Verortung für Cafes, Bars und kleine Läden hat.

Übersicht Entwurf (Anna Paasche & Andrea Santos)
Atmosphäre Sport-Trail (Saskia Janz & Nathalie Grothe)

Um ein allgemeines verbindliches Schema für das abstrakte Planungsgebiet an den Stadträndern Berlins zu formen, entwickelte der Entwurf „Plug and Play“ ein modulares Konzept, welches flexibel auf den inne- ren und äußeren Kontext reagieren kann. Grundlage für das urbane Stadtquartier ist ein städtebaulicher Katalog, der auf Parametern aufgebaut ist. Der Entwurfskatalogs besteht aus vier Makro-Plug-Ins, welche in ihre Einzelteile zerlegt werden können. Diese können auf die spezifischen Anforderungen, welche in der Heatmap markiert sind, reagieren und sind individuell auf den jeweiligen Feldern austauschbar.

Vertiefungsausschnitt Lageplan (Saskia Janz & Nathalie Grothe)
Blick Richtung Innenhof (Beatrice Georgi & Nadine Höckel)

Q3 Berlin als neues Wohnquartier ist für eine sozial gemischte Bewohnerstruktur angelegt. Das Definieren der Verteilung von sozialen, gewerblichen und verkehrstechnischen Infrastrukturen fördert ein urbanes Miteinander. Die offene und robuste Straßenrandbebauung fügt sich wie selbstverständlich in das städtebauliche Gefüge ein und bildet dabei gleichzeitig ein eigenständiges, identitätsstiftendes Profil aus. Alle Gebäude weisen eine generellen 4-5 Geschossigkeit auf, wobei einzelne bis zu 8- geschossige Hochpunkte wichtige Bezugspunkte im Quartier markieren. Insgesamt wird Raum für ca.1500 neue Wohnungen geschaffen.

Schnitt / Vertiefungsausschnitt Lageplan (Beatrice Georgi & Nadine Höckel)
Kontakt
Marlene Gehrmann Janine Arnold Natalie Grothe Anna Paasche Beatrice Höckel Nadine Georgi Andrea Santos Saskia Janz
Titel der Lehrveranstaltung:
Masterentwurf
Lehrformat:
Entwurf
Betreut durch
Prof. Markus NepplProfessur Stadtquartiersplanung Nina HaugProfessur Stadtquartiersplanung
Einstelldatum
Professuren/Lehrgebiet
Typologie
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Land
Deutschland
Stadt
Berlin