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Waterworld 2 Philipp Schneider

„Waterworld 2“ ist als fiktive Erzählung einer zukünftigen Gesellschaft zu verstehen. Der architektonische Entwurf selbst ist in eben diesem erarbeiteten Szenario kontextualisiert. Auch wenn die metaphorische Botschaft der hier gemachten Vorschläge auf den ersten Blick praktischere Überlegungen auszublenden scheint, handelt es sich keineswegs um eine weitere utopische Geschichte. Das Konstrukt des Turms kann heute gebaut werden. Alle notwendigen Mittel sind vorhanden. Es kann in seiner äußeren Gestalt und Anmutung subtiler, perfider auftreten, als es der hier gemachte Vorschlag für sich beansprucht.

Der Turm erfordert einen grundsätzlichen Glauben an die Architektur als Inkubator kollektiver wie individueller Wünsche. Als synthetische Materialisierung der Geschichten und Erzählungen, auf denen die Gesellschaft beruht. Sie bedient sich bewusst des Instrumentariums der Metapher ebenso wie der Stereotype. Sie schafft einen Link zwischen Raum und Emotion. Eine individuelle Verbindung zwischen Kontext und Erzählung. Außen und Innen. Sie verrichtet ihre Arbeit im Wissen um die Unausweichlichkeit des subjektiven Kontexts.

Unter dem Eindruck eines drohenden Untergangs produziert das geteilte Anliegen einer Sinnhaftigkeit, einer Erfüllung aller privaten Wünsche im Rahmen einer unterschwellig kollektiven und wahnsinnig freizügigen, gemeinsamen Anstrengung, eine ambivalente Dynamik. Ein Phantomvorschlag, in dem Wissen, dass die Phantomrealität der einzig mögliche Nachfolger für den Realitätsmangel der Gegenwart sein kann. Wie die Schiffbrüchigen auf dem Floß der Medusa stürzen sich die Träumenden an das rettende Ufer des Turms. Voller Hoffnung werden sie sich dem Unbekannten anvertrauen – einem Versprechen folgen. Sie werden betrogen werden.

Aber spielt es denn eine Rolle?

Der Turm [Explosionsmodell]
Die Große Halle [Axonometrie]
Das Institut für Kontextarchivierung [Axonometrie]
Die Kleingärten [Axonometrie]
Der Paradiesgarten [Axonometrie]
chitektonische Ausformulierung [Schnitt]
Der Turm im zeitlichen/strukturellen Kontext [Modell]
Der Turm im strukturellen Kontext [Collage]
Postkapitalistischer Nomadismus [Collage]
Infrastrukturelle Erschließung der Nordsee [Kartierung]
Kontakt
Philipp Schneider
Prüfungskommission

Erstprüfer*in

Prof. Christian InderbitzinProfessur Stadt und Wohnen

Zweitprüfer*in

Prof. Dr. Anna-Maria Meister
Einstelldatum
Professuren/Lehrgebiet
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Typologie
Land
Nordsee
Stadt
Ekofisk 2/4 T [Greater Ekofisk Area]