Im Raum dazwischen, Das Haus an der Brücke
Die Architektur im Raum dazwischen. Ein Ort, der im Alltag für die Menschen nur als „Nicht-Ort“ zu existieren scheint. Gemeint sind Infrastrukturen, die den Komfort in der heutigen Gesellschaft definieren. Aus Verkehr, energetischer oder auch versorgungstechnischer Sicht existiert ihr Ort zwischen den Räumen. Diese schneiden sich als „Un-Orte“ durch Stadt- und Landschaftsräume. In privater und öffentlicher Hinsicht kann diese Struktur mehr als nur ein „Nicht-Ort “sein und Identität am Ort schaffen. Das Haus an der Brücke schafft Räume ohne welche wegzunehmen. Die Bestandsstruktur wird als Rahmen manifestiert für einen lebendigen Prozess, eine Art parasitäre Architektur, die über, unter oder neben der Brücke sitzt. Präziser ist die „Casinobrücke“ an der Aare in Brugg Ausgangspunkt dieser Untersuchung. Als Brücke an einem Gewässer wird das Thema Wasser manifestiert und als Mehrwert eines „Nicht-Ortes“ für den Menschen unterschiedlich ausgelotet. Die Umfahrung ist für die Stadt Brugg heute im Jahr 2026 durch das Wachstum der Stadt und Veränderungen im Verkehr wieder Mittelpunkt des urbanen Raum. Das Element Wasser wird durch Wasserreingigung und Stromproduktion mittels Wasserkleinkraft Rückgrat der Architektur als Versorgung. Mit der Konstruktion durch Lehrgerüste und Schwimmplattformen wird sich mittels einer Art „Schraubzwinge“ an die Brücke geklammert. So gibt es unterschiedliche Kompositionen mit dem Fokus „unter, daneben und darüber“ im Bezug zur Brücke. So gibt es zwei öffentliche Gebäude wie das Flussbad und den Kanuclub und ein privates, das Kurzzeitwohnen. In allen Architekturen ist die Wasserführung an der IPE-Stahlstütze mit der Holzkonstruktion zentrales Glied.