Where Clay Breathes, A Ceramic Promenade in Sarreguemines
Der Entwurf reaktiviert das ehemalige Keramikfabrikgelände in Sarreguemines. Die keramische Industrie prägte im 19. Jahrhundert die wirtschaftliche, räumliche und kulturelle Identität der Stadt. Nach der Schließung vieler Fabriken blieb ein fragmentiertes postindustrielles Gelände zurück.
Das Projekt entwickelt eine Ceramic Promenade als räumliches Rückgrat des Areals. Sie verbindet Landschaft, Architektur und Öffentlichkeit und macht die Geschichte des Ortes durch Bewegung und Materialität wieder erfahrbar. Schlanke Stahlstützen mit weißen keramischen Verkleidungen begleiten den Weg als architektonisches Leitelement.
Das Konzept folgt dem Prinzip „From Rough to Fine“. Entlang der Promenade entstehen acht Typologien mit unterschiedlichen Atmosphären und Nutzungen.
Am Anfang stehen schwere Stampflehmbauten mit Halle und Café als öffentlichem Auftakt. Darauf folgt eine offene, extrovertierte ringförmige keramische Promenade für soziale Aktivitäten.
Im Zentrum verdichtet sich die Atmosphäre zu einem ruhigeren Bereich mit Museum und Meditationspavillon. Stampflehm, Stahlstruktur und keramische Oberflächen verbinden sich hier zu einer hybriden Materialität. Eine introvertierte quadratische keramische Promenade bildet einen geschützten Innenraum für Verweilen und Freiluftausstellungen.
Den Abschluss bilden leichte Keramikwerkstattpavillons und ein Atelierhaus für Gastkünstler:innen. Bewegliche keramische Elemente und schlanke Stahlstützen erzeugen eine offene, fragile Architektur.
Entlang der Ceramic Promenade verweben sich industrielle Erinnerung, Naturraum und öffentliches Leben zu einer neuen keramischen Kulturlandschaft.