KIT Athletic Club
Der Entwurf befasst sich mit der Entwicklung eines Sportgebäudes für Parkour und Tanz im nördlichen Bereich des KIT-Campus. An der Nahtstelle zwischen Campus, Stadt und Schlossgarten nutzt das Projekt einen Schnittpunkt alltäglicher Wege, um die Typologie der Sporthalle neu zu denken. Da beide Disziplinen vom freien Raum und von gegenseitiger Sichtbarkeit leben, entsteht eine offene und geschützte Trainingslandschaft, die das Gefühl eines Außenraums aufgreift und sich zur Umgebung hin öffnet.
Zwei massive, raumhaltige Wände aus Stampflehm rahmen das Gebäude seitlich ein und bilden die funktionale Struktur. Sie nehmen die geschlossenen Nutzungen wie Café, Verwaltung, Umkleiden, Gym und einen Tanzraum auf. Dazwischen erstreckt sich die Halle unter einem verglasten Dach. Über großzügige Faltschiebetüren lässt sich die Fassade im Erdgeschoss weit öffnen, sodass Innen- und Außenraum ineinander übergehen.
Zwei in unterschiedlichen Höhen schwebende Plattformen verbinden die Lehmkörper und gliedern den Hallenraum. Zusammen mit einer zentralen Stützenreihe dienen sie nicht nur der Raumstruktur, sondern gleichzeitig als Elemente für Parkour und Tanz. Die Architektur wird so direkt als Element des Sports genutzt. So entsteht ein Gebäude, das als offener und zugleich geschützter Raum funktioniert.