Martial Arts House, KIT Athletic Sports Club
Das Martial Arts House entwickelt sich aus dem modularen Raster der Tatami-Matten, welches als gemeinsames Organisationsprinzip unterschiedliche Kampfsportarten vereint und die Grundlage des Entwurfs bildet. Das Raster bestimmt die Dimensionierung der Flächen und ermöglicht eine flexible Nutzung für Training, Wettkampf und gemeinschaftliche Veranstaltungen. Ein zentraler Erschließungs- und Servicekern gliedert das Gebäude in öffentliche und ruhigere Trainingsbereiche und schafft ein offenes, stützenarmes System mit unterschiedlichen räumlichen Qualitäten.
Die vertikale Organisation erzeugt eine Abfolge von Räumen unterschiedlicher Intensität, von öffentlichen Wettkampf- und Trainingsflächen über Bereiche für konzentriertes Üben und Meditation bis hin zu Café und Dachterrasse als gemeinschaftlicher Abschluss. Umlaufende Galerien und gezielte Blickbeziehungen fördern den Austausch zwischen den Nutzungen, ohne die Konzentration der Trainingsbereiche zu beeinträchtigen.
Ein klares Holztragwerk bildet den konstruktiven Kern des Gebäudes und wird von einem vorgelagerten Stahlrahmen umschlossen. Dieser übernimmt Aussteifungsfunktionen, trägt Fassaden- und Verschattungselemente und schützt die Holzkonstruktion vor direkter Sonneneinstrahlung und Witterung. Integrierte Pflanztröge lassen die Fassade mit der Zeit begrünen und schaffen eine enge Verbindung zwischen Architektur und Natur. Kontrollierte Seitenbelichtung sorgt für blendfreies Tageslicht und eine ruhige Trainingsatmosphäre, während perforierte und profilierte Metallelemente das Sonnenlicht filtern und den Bezug zwischen Innen- und Außenraum erhalten. So entsteht ein Gebäude, das die Werte des Kampfsports, Konzentration, Disziplin und Gemeinschaft in eine räumliche und atmosphärische Architektur übersetzt.