Living Above, Framing Life, Borderline(s) Investigations #3
Ausgangspunkt des Entwurfs ist ein großflächiger Parkplatz, der heute fast ausschließlich dem Auto dient. Statt diese bestehende Nutzung zu verdrängen, fragt Living Above, wie der vorhandene Raum intensiver und vielfältiger genutzt werden kann. Der Parkplatz bleibt als Infrastruktur bestehen und wird um eine zweite, aufgeständerte Ebene ergänzt.
Über dem Bestand entsteht eine leichte Stahlstruktur, die einem regelmäßigen Raster folgt und Raum für Wohnen, Arbeiten, Sport und gemeinschaftliche Nutzungen schafft. Die neue Ebene bildet eine zusammenhängende Landschaft, in der unterschiedliche Programme über gemeinsame Außenräume und Wege miteinander verbunden werden.
Auch die Fläche darunter wird weitergedacht: Während der Betriebszeiten bleibt sie als Parkplatz nutzbar, außerhalb dieser Zeiten öffnet sie sich für andere Nutzungen und wird selbst Teil des öffentlichen Raums. Die bestehende Fläche erhält so eine doppelte Funktion, anstatt dauerhaft nur dem ruhenden Verkehr vorbehalten zu sein.
Die Wohnungen entwickeln sich über zwei Geschosse und orientieren sich zu den gemeinschaftlichen Außenbereichen. Transluzente Tonnen überspannen Wohnräume und Wintergärten, bringen Licht in die Tiefe und formen die charakteristische Dachlandschaft des Entwurfs.
Living Above ersetzt den Parkplatz nicht, sondern nutzt das, was bereits da ist, und ergänzt es um neue räumliche und zeitliche Möglichkeiten.