TABULA SCRIPTA, Transformation Schoettle Areal
Die Transformation des Statistischen Landesamtes auf dem Schoettle-Areal reagiert auf den Wunsch nach einem Ort der sozialen Interaktion und qualitativem Wohnraum im Süden Stuttgarts.
Der Entwurf unterteilt dabei das Bestandsgebäude in drei eigenständige Baukörper, die jeweils ihre eigene Nutzung, eigene Qualität und eigenen Ausdruck besitzen. Dadurch entstehen drei Stadbausteine die der Versorgung, der Kultur und dem Wohnen dienen.
Somit können Nutzungen von Nahversorgung, Büroflächen über Räume zum kulturellen Austausch bis hin zu Wohnflächen abgebildet werden.
Dabei kommt es zu einer klaren Nutzungstrennung zwischen öffentlicher und privater Nutzung. Die beiden westlichen Gebäudeteile bilden die öffentliche Nutzung ab, während der östliche Gebäudeteil die private Nutzung – das Wohnen – beinhaltet.
Um das Gebäude herum entsteht eine großzügige Freifläche, die sich in drei Zonen unterteilt und auch hier die Schichtung von öffentlich zu privat ablesbar macht. Somit entsteht eine öffentliche Fläche westlich des Gebäudes, eine halböffentlichen Fläche zwischen den Gebäudeteilen und eine private Fläche östlich des Gebäudes.
Diese Schichtung lässt sich ebenfalls im Grundriss ablesen. Die Erschließung – als öffentlichster Akt des Wohnen – findet über den Laubengang statt. Dahinter liegt die Küche, sowie das Esszimmer als zentraler Ort des Wohnen. Daran schließen die privaten Räume, wie Wohnzimmer und Schlafzimmer an. Abgeschlossen wird die Typologie durch eine private Balkonschicht.
Der Geländeanschluss an die nördlich gelegene Mörikestraße wird über Pflanzstufen und eine Rampe ausgebildet.
Der Anschluss an die südlich gelegene Böblingerstraße erfolgt dabei über ein leicht ansteigendes Gefälle, sowie einer dem Gebäude vorgelagerten Treppe.