TABULA SCRIPTA
Der im Rahmen der Bachelorarbeit entstandene Entwurf sieht das ehemalige Statistische Landesamt auf dem Schoettle-Areal nicht als ausgedienten Verwaltungsbau, sondern viel eher als Ressource für die Stadt. Im Sinne der Initiative Schoettle-Areal soll ein offener Quatiersbaustein entstehen, der Wohnen, Arbeiten und Gemeinschaft miteinander verbindet.
Ausgangspunkt des Entwurfs war die Öffnung des bislang stark introvertierten Gebäudes. Die neue öffentlliche Durchwegung verbindet die Böblinger Straße mit der Mörikestraße und integriert das Gebäude in das bestehende Wegenetz. Der hier neu entstehende Stadtraum wird durch Aufenthaltsbereiche, gemeinschaftliche Flächen und Grünräume aktiviert. So werden neue Adressen geschaffen.
Das Gebäude selbst wird über eine horizontale Schichtung Organisiert. Das Erdgeschoss bildet mit Nutzungen wie einer Mensa, Bibliothek, Kinderbetreuung und Kreativwerkstätten einen öffentlichen Sockel. Im ersten Obergeschoss befindet sich eine produktive Ebene mit CO-Working, Vereins- und Initativenflächen, Büroflächen sowie einem Medizinischen Versorgungszentrum. Zudem entsteht hier zwischen den Riegeln ein gemeinschaftlicher Freiraum mit Aufenthalts- und Begegnungsfläche. Im zweiten bis vierten Obergeschoss entstehen unterschiedliche Wohntypologien für verschiedene Lebensmodelle. Erschlossen werden sie über Laubengänge, die bewusst nicht nur als Verkehrsflächen verstanden werden. Sie erweitern die Wohnungen, fördern spontane Begegnungen und ermöglichen die individuelle Aneignung. Zum Grünraum im Osten wird das Gebäude über Terassierungen abgestuft. So entstehen hier private Außenflächen, die den Wohnungen zugeschlagen werden.
Die neue hinterlüftete Aluminiumfassade verleiht dem Gebäude eine eigenständige Identität.