Stored (within) potential – Borderline(s) Investigation #3
Ausgehend von der bestehenden Logistikinfrastruktur der Site verlagert das Projekt „Stored (within) Potential“ den Fokus von der Verteilung neuer Produkte hin zur Lagerung, Verarbeitung und Weitergabe von Materialien aus Karlsruher Abbruchgebäuden. Der Entwurf nutzt die bestehende Tiefgarage des ehemaligen Bauhaus-Standorts als räumliche und konstruktive Grundlage. Ihre Struktur wird gezielt offengelegt und macht die Verbindung zwischen Bestand und neuer Konstruktion ablesbar. Die neue Struktur besteht aus zwei Riegeln mit einem vollständig öffenbaren Erdgeschoss und darüberliegenden Wohngeschossen. Der dazwischenliegende Raum wird von vier Stahlfachwerkträgern überspannt und durch ein Dach aus ETFE-Kissen überdeckt.
In Anlehnung an Cedric Prices Aussage „The condition of a project in time is more important than its condition in space“ versteht das Projekt Architektur als anpassungsfähige Struktur, deren räumliche Qualität nicht an eine bestimmte Nutzung gebunden ist. Bewohner*innen leben in einer Umgebung, die sich durch Materialströme und wechselnde Nutzungen kontinuierlich verändert. Gleichzeitig sichert das Wohnen die langfristige Nutzung des Gebäudes über die Lebensdauer des Materiallagers hinaus.