BAWAA48
Das Areal weist aufgrund seiner Lage und geringen Dichte ein hohes Potenzial zur Nachverdichtung auf und eröffnet die Möglichkeit, bestehende Gebäude in Proportion und Nutzung neu zu denken. Das Projekt BAWAA48 fokussiert daher die Transformation und Revitalisierung der ehemaligen Boesnerhalle durch eine Mischnutzung.
Die äußere Stützen- und Trägerstruktur der Halle folgt einem Raster von 7,20 m, während die Mitte stützenfrei überspannt ist. Diese offene Struktur bildet die Grundlage für einen Innenhof, der sowohl im Bestand als auch in der Aufstockung ablesbar bleibt. Die aufgesetzten Volumen nehmen unterschiedliche Wohnnutzungen mit diversen Typologien auf. Sie sind windradförmig angeordnet, um eine richtungsneutrale, vertikale Erschließung über die Freiräume zu ermöglichen. Durch ihre diagonale Stellung entsteht zudem eine visuelle und kommunikative Verbindung über den Innenhof.
Zur Realisierung der Aufstockung werden die bestehenden Stahlbetonstützen und -träger durch wiederverwendete Fachwerkstrukturen verstärkt und ummantelt. Diese prägen zugleich die räumliche und ästhetische Qualität der gewerblichen Bereiche.
Die Fassade differenziert die unterschiedlichen Nutzungen in der Vertikalen. Elemente wie Vordächer, Laderampen und Auskragungen werden aus dem Bestand übernommen, transformiert und in eine neue architektonische Sprache überführt.