Muster und Schwellen, Analyse von Wegräumen im Schulbau und ihre Anwendung im Entwurf
Die theoretische Teil der Arbeit untersucht Schulbauten mit zwei einfachen Werkzeugen. Ein Regelwerk liest den Grundriss als Netzwerk. Das zweite analysiert Übergänge auf Augenhöhe. So werden Wege und Raumfolgen messbar und vergleichbar.
Der Entwurf wendet diese Methode auf eine Grundschule für 250 Kinder in Heidelberg an. Vier städtebauliche Einflüsse ordnen die Funktionen. Der Sport liegt am Grünstreifen, die Mensa am Marktplatz. Die Aula orientiert sich zum Bürgerhaus, die Klassenzimmer blicken zum Park. Der kompakte Klassenkubus hebt sich deutlich von den drei Pavillons für die Gemeinschaft ab. Ein kreuzförmiges Wegesystem verbindet alle Einheiten.
Die Bewegung im Haus wird durch bauliche Schwellen gesteuert. Das Stützraster ordnet die Struktur. Ebenen, Deckenversprünge, Durchblicke und Licht leiten die Wege. Wandversprünge und Treppen trennen die Zonen. Vertikale Galerien schaffen Sichtbeziehungen und Platz für Kommunikation.
Im Inneren des Klassenkubus liegt die vertikale Lernmitte als Herzstück. Sie dient als Erschließung, Pausenraum, Theater und Ausstellungsfläche. Um diese Mitte ordnen sich die Stufen an. Jedes Geschoss gehört einer Stufe und bietet drei Klassenzimmer, einen Aufenthaltsbereich, eine Lernzone und einen Ruheraum