Zwischen Deins & Mainz
Die Masterarbeit „Zwischen Deins und Mainz“ beschäftigt sich mit dem konkreten Ort der Liebfrauengemeinde in der Mainzer Neustadt. Es wird die Frage gestellt, wie an dieser Stelle genossenschaftlicher und gemeinschaftlicher Wohnungsbau entstehen kann, der zu einer Bereicherung des Quartiers beiträgt.
Das Grundstück befindet sich zwischen zwei Städtebaulichen Ideologien: Auf der einen Seite die wiederaufgegriffene Planung Eduard Kreyßigs aus 1880 und auf der anderen Seite die Zeilenbebauung im Süden, wo die Wiederaufbau Planung Marcel Lods nach dem Zweiten Weltkrieg nachwirkt. Der heterogene Gebäudebestand der Gemeinde verweist auf den tatsächlich praktizierten Wiederaufbau der Stadt Mainz. Der Entwurf greift diese gewachsene Struktur auf und ergänzt sie durch zwei Baukörper, die sich auf ähnliche Weise miteinander verschränken, wie der Bestand es tut.
Der ehemalige Liebfrauensaal wird zum Quartiershaus mit Gemeinschaftsküche, Werkstatt und multifunktionalem Saal umgenutzt. Die bestehende Kita zieht in den Neubau entlang der Moselstraße und erhält einen eigenen Außenbereich vor der Kirche. Dadurch entstehen klare Nutzungsgrenzen zwischen Kita und Genossenschaft.
Die Individualflächen der Wohnungen werden weitestgehend reduziert. Dafür entstehen entlang der Innenhoffassade großzügige Wohnzimmer und Balkone, die immer von den benachbarten Wohnungen geteilt werden können. Durch die entsprechende Gestaltung der Türelemente ist eine nachträgliche Zuschaltung und Trennung der Wohnräume möglich, wodurch unterschiedlichste Wohnungsgrößen realisiert werden können.